Fast ein dreiviertel Jahr durfte ich fürs Jugendblog schreiben. Spaß hat es gemacht, spannend war es. Zeit für einen Rückblick – gern auch nach vorn.

Das Jugendblog macht Pause und überdenkt, wie es weitergeht. Natürlich werden wir dabei auch über die Form nachdenken. Lässt sich das Block lesefreundlicher gestalten? Ist ein Blog die richtige Form? Sollen wir mehr auf Smartphones umstellen? Mit welchen social media vernetzen wir uns sinnvollerweise? Das sind alles wichtig Fragen. Wir würden uns freuen, wenn ihr eure Antworten darauf postet. Aber die entscheidende Frage für uns und alle, die das Blog in seiner jetzigen Form betreiben, fördern und lesen, läuft auf Folgendes hinaus: Ist es sinnvoll, dass in einem Jugendblog erwachsene Berufsjournalist*en und nicht die Jugendlichen selbst schreiben?

Einen Teil der Antwort kommt von den Initiatoren des Blogs vom Jugendhilfswerk, aber auch aus Erfahrungen von ähnlichen Institutionen wie dem Jugendbildungswerk. Für Berufsjournalit*en ist es, wie der Name schon sagt, der Beruf, die normale Tagesbeschäftigung, sich darum zu kümmern, was an interessanten und wichtigen Dinge in der fernen und nahen Welt geschieht, lesbar, verständlich und so gut recherchiert wie möglich darzustellen. Wir haben uns aus Begeisterung und Überzeugung für diesen Beruf entschieden. Deshalb ist es für uns normal, jeden Tag die Ergebnisse unserer Nachforschungen in Texte zu fassen.

Für euch wäre das alles überhaupt nicht selbstverständlich. Ihr müsstet diese Arbeit irgendwie in eurem Tagesablauf unterbringen. Und es ist tatsächlich eine Arbeit. Wer von euch Lust auf diese Arbeit hat, ist jederzeit herzlich willkommen. Aber vielleicht sind euch andere Dinge wichtiger, und ihr hättet trotzdem gern eine Nachrichtenquelle, der ihr vertraut. Dass Profis wie wir uns darum kümmern, dass jeden Tag etwas für euch zum Lesen da ist, hat nichts damit zu tun, das ihr nicht auch selbst dazu in der Lage wärt. Ihr habt eure Kompetenzen und Kontakte, wir unsere. Im Idealfall sorgen wir dafür, dass sie zusammenkommen.

Wir haben auf verschiedene Weise versucht, unsere Kompetenzen zusammenzubringen. Mein Lieblingsbeispiel im Blog dafür ist der Text übers Kiffen. Ich weiß nur am Rande Bescheid, wie ihr es mit Alkohol und sonstigen Drogen haltet. Also habe ich einen von euch selbst erzählen lassen und dann nochmal nachgehakt  und dann bei einem Jugendrichter nachgefragt, was denn passiert, wenn du beim Kiffen so erwischt wirst, dass du vor Gericht musst.

Wir freuen uns, wenn der gemeinsame Weg nach der Pause weiter beschritten wird.

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Über den Autor

Jürgen Reuß ist freier Journalist, nicht nur von Berufs wegen neugierig und hat das Glück, dass ihm Recherchieren Spaß macht.



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