„Ich will ein Eis“ – ein Quengelklassiker zwischen Kindern und Eltern. In meiner Kindheit war die Standardantwort meiner Erziehungsberechtigten darauf: „aber kein Wassereis!“. Capri, Flutschfinger und Co. waren in ihren Augen süßer Dreck. Wenn schon, dann bitte ein Eis mit guter Milch! Heute sehen das viele anders: denn vegan ist man bei Wassereis – fast immer – richtig.

Das beste Wassereis kommt aus Italien und heißt dort GRANITA. Je heißer es draußen ist, desto toller ist dieses als feines Granulat gerührte, ultrakühle Eisgetränk. Wenn es gut läuft, bekommt man es mit echtem Zitronensaft, Pfirsichen oder Erdbeeren.

Granita könnt ihr einfach auch selbst machen. Ihr braucht dazu nur wenige Zutaten und einen Küchenmixer oder Pürierstab. Vielleicht kommt es zu Diskussionen, ob eure Experimente das Messer im Mixer abstumpfen. Lasst es einfach drauf ankommen: erst nach vielen Graniten könnte es sein, dass ihr ein neues Messer besorgen müsst. Wenn ihr keinen Mixer habt, kommt ihr auch mit Gabeln, Stampfern und Spachteln zu einem ziemlich guten Ergebnis. Denn früher oder später schmilzt es ja sowie so.

Darüber hinaus braucht das Grantita Machen ein lauen Nachmittag und Timing: ihr solltet nämlich alle 1 bis 2 Stunden immer mal wieder rühren.

So geht’s:

Zitronengranita: 100g Zucker in 500ml Wasser verrühren und bis zum Aufkochen bringen, dabei immer wieder rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Ein paar Minuten köcheln lassen: aufpassen, dass es nicht überkocht! Vom Herd nehmen.

Drei saftige Zitronen auspressen und in den Sirup rühren. In eine Gefrierbox füllen – am besten eine Schüssel oder eine breite Box – und 4 Stunden einfrieren. In dieser Zeit alle 1 bis 1 ½ Stunden rausholen und mit der Gabel oder dem Schneebesen durchrühren (dreimal reicht). Nach diesen Runden noch einmal 3-4 Stunden frieren lassen. Rausholen, ca. 10 Minuten stehen lassen und ein letztes mit der Gabel oder dem Pürierer durchschlagen. Genießt es mit Löffel und Strohhalm gleichzeitig!

Noch ein Tipp: Lasst die Granita nach diesen 8 Gefrierstunden nicht zu lange im Kühlfach: nach ein paar Tagen wird sie nämlich zu kompakt.

Eine gute Variante ist die Zitronen/Minze Granita: nehmt 2 statt 3 Zitronen und ein Bund Minze. Die Minze feinhacken und mit dem Zitronensaft in den abgekühlten Sirup gießen. Weiter geht es wie schon beschrieben.

Erdbeergranita: 500g Erdbeeren, ¼ Liter Wasser, 100g Zucker, ½ Zitrone.

Zuckersirup herstellen wie oben. Die Erdbeeren pürieren, den erkalteten Sirup einrühren. Ähnlich wie bei der Zitronengranita verfahren. 4 Stunden einfrieren, jede Stunde durchrühren. Dann sollte sie gut sein.

Die Fruchtgranita geht auch mit pürierten Pfirsichen oder Melonen. Und natürlich sind auch Himbeeren toll.

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Über den Autor

Birgit Heidtke arbeitet als Autorin und Historikerin in Freiburg. Sie organisiert Veranstaltungen, produziert Texte, Stadtrundgänge und viele andere Sachen.



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