Am vergangenen Wochenende fand im Kommunalen Kino Freiburg das 17. Freiburger SchülerFilmForum über die Leinwand. Zu sehen waren 55 Filme – vom einminütigen „Kuchenwunder” von Arlette Paul und Lisa Reinhard bis zum knapp halbstündigen alpinen Selbstfindungsdrama „Auf dem Weg” des Regie-Quartetts Paul Stümke, Leonard Wölfl, Isabelle Matteit und Luise Braun. Mit 900 Gästen war das kleine Festival so gut besucht wie noch nie.

Den Höhepunkt des Programms bildete wie in jedem Jahr die Siegerehrung des RVF-Kurzfilmwettbewerbs unter dem Motto „Das Netz”. Den ersten Preis gewannen Lounis Ammour und Joscha Bitsch für ihren 6-minütigen Minithriller „Die Witwe”, den Ihr hier in ganzer Länge sehen könnt:

„Ein spannungsgeladener Kurzfilm mit Thrillerelementen vom Feinsten”, schrieb die Jury in ihrer Begründung. „Die schauspielerische Darstellung und die Dialoge sind vorzüglich, keine unnötigen Gesten, kein Wort zu viel, und die wenigen Wortwechsel emotional in der richtigen Tonlage. So etwas kennen wir aus dem Kino und erwarten es von guten Filmen”, lautete das einhellige Urteil.

Es war nicht das erste Mal, dass Lounis und Joscha öffentlich einen ihrer Filme zeigten. Seit ihrer Emmendinger Schulzeit haben die Ex-Schüler der GSHE bereits mehrmals am SchülerFilmForum teilgenommen und waren auch daran beteiligt, als ihre Schule mit einem Förderpreis für schulische Videoarbeit ausgezeichnet wurde. Heute studieren beide an der Hochschule in Furtwangen und perfektionieren dort ihre Skills in Sachen Regie, Geschichten erzählen, Kameraführung, Schnitt und Sound. „Trustfind”, ein in Furtwangen produziertes SciFi-Kurzdrama von 2016, an dem die beiden mitwirkten, finden Ihr hier.

Und an wen gingen die weiteren Preise des RVF-Kurzfilmwettbewerbs? Den zweiten Platz teilen sich Schüler*innen des Lahrer Clara-Schumann-Gymnasiums mit ihrer Kino-Vision einer Schule der Zukunft (Das Netz, 2017) sowie Laura Lehmann, Felix Nussbaumer, Liam Petry und Amélie Wyss aus Kandern für den Kurzkrimi „Mord zwischen Messer und Gabel”; den dritten Platz belegen Luc Balthasar und Kiran Kostka mit eine humorvollen Schatzsuche nach der Devise „Frag nicht, sondern handle”.

Schon einen Abend zuvor wurden im Kommunalen Kino die Preisträger des Förderpresies Videoarbeit ausgezeichnet, unter anderem die schulischen Videoprojekte des Montessori Zentrums Angell und des Freidrich-Gymnasiums in Freiburg. Außerdem wurden als herausragende Filme „A Syrian Woman’s Story“ von Schüler*innen der Johanniter Realschule Heitersheim, „Träum weiter“ der Freiburger Waldorfschülerin Frank Bongards sowie „Ludwig van Beethoven, 5. Sinfonie, 1. Satz – Ein Hauch von Schicksal“ von Schüler*innen des Freiburger Kepler-Gymnasiums gefördert.

Gut zu wissen: Alle prämierten Filme des RVF-Wettbewerbs und weitere Film- und Videoarbeiten, die beim 17. Freiburger SchülerFilmForum gezeigt wurden, sind demnächst auf der SFF-Homepage zu sehen. Film ab!

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Über den Autor

Dietrich Roeschmann ist Journalist und unterstützt den Jugenblog seit Anfang an.



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