So richtig cool waren Rucksäcke ja eher selten. Halt praktisch, weil man die Hände frei hat. Um einiges lässiger sind da Stoffbeutel, die man auf dem Rücken tragen kann. Klar, die kann man kaufen, aber der Aufwand, sie selbst zu machen, hält sich in Grenzen. Zumal, dann, wenn man einen Lieblingsbeutel aufpimpt.

Man braucht: einen Stoffbeutel von guter Verfassung, ein Stück Leder oder fester Stoff, 5 Meter Kordel, 2 Ösen von etwa 14mm Durchmesser, Stecknadeln und einen Hammer. Ein bisschen Näherfahrung ist nicht schlecht, sonst wird es pfriemelig.

Da er ja noch ein bisschen halten soll, wären Ecken aus Leder nicht schlecht, ein fester Stoff geht auch. Hauptsache man kann die Ösen für die Kordel durchschlagen. Dafür schneidet man zwei Halbkreise von gut 20 cm Durchmesser aus, an der geraden Kante braucht es einen guten Zentimeter mehr. Dann faltet man die Halbkreise in der Mitte. Danach muss man die Tasche auf links wenden und ein Stück der unteren Naht des Beutels auftrennen. Jetzt kommt das Lederstück zum Einsatz. Das nimmt man in die Mitte und fasst es mit den beiden Seiten mit Stecknadeln ein, der Halbkreis zeigt nach innen, die Falte liegt auf dem Boden. Dann nähen. Man muss bei Leder ein bisschen aufpassen, es gibt eigens Ledernadeln. Wenn man jetzt die Tasche wendet, umgibt das Leder die Ecke wie ein Schutz. Nun den Halbkreis auf dem Stoff mit Stecknadeln feststecken. Und dann nähen, dabei darauf achten, dass man die andere Stoffseite nicht miteinnäht. Jetzt kann man die Ösen in das Leder oder den Stoff schlagen. Lieber nicht nach dem bloßen Auge, sondern vorher ausmessen und einzeichnen.

Jetzt fehlt oben nur noch ein Tunnelzug. Die Träger abtrennen und auch die obere Naht ein paar Zentimeter auftrennen. Am einfachsten lässt sich der Tunnelzug nähen, wenn man die Tasche oben bügelt. Die Seiten nun mit einem Zickzackstich versäubern und die obere Kanten 0,5 Zentimeter falten und dann noch einmal etwa 3 Zentimeter umklappen, so dass ein Tunnel entsteht. An der unteren Kante festnähen. Die Tasche jetzt auf links drehen und die Naht vom Tunnelzug ab zu den Seiten wieder schließen. Jetzt muss man nur noch zwei Kordeln durch den Tunnelzug führen. Manchmal geht es besser, wenn man eine Sicherheitsnadel in die Kordel sticht und sie mit der Kordel durch den Tunnelzug führt. Jetzt stehen links und rechts zwei gleich lange Enden Kordel heraus. Diese jeweils an der Seite durch die unteren Ösen ziehen und verknoten. Fertig!

Teilen:


Über den Autor

Anette Hoffmann ist Journalistin und unterstützt den Jugenblog seit Anfang an.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Premium WordPress Themes