Ein paar Tage braucht der Holunder sie noch, vor allem ein paar warme Tage. Doch dann werden die Dolden mit den weißen sternförmigen kleinen Blüten voll aufblühen. Der Holunder ist ein toller Strauch. Man kann nicht nur im Spätsommer aus den Früchten Gelee und Saft kochen, sondern auch die Blüten verwerten. Die Blüten sind als Tee gut gegen Erkältungen. Aber sie schmecken auch gut, man kann einen Sirup oder ein Gelee aus ihnen machen oder sie in Teig ausbacken. Nur roh darf man die Beeren nicht essen, sie sind giftig.

Dass man den Holunderstrauch so häufig findet, selbst auf Hinterhöfen, vor allem aber auf den Land, hat nicht nur damit zu tun, dass er eine Art Hausapotheke war. Früher glaubte man, der Strauch könne Gebäude vor Feuer und Blitz schützen. Es dürfte also nicht schwierig sein in den nächsten Wochen Holunderblüten zu ernten. Sie blühen von Mai bis Juli. Allerdings muss man ein bisschen aufpassen, der süße Duft zieht auch Insekten an und die will man ja nicht in seinem Sirup oder im Gebäck haben. Und man sollte darauf achten, dass die Gegend nicht allzu befahren ist.

Holunderblütensirup

Man braucht dafür: gut 20 Holunderblütendolden, 1kg Zucker, 2 unbehandelte Orangen und Zitronen und 4 Limetten, 60 g Zitronensäure.

Den Zucker mit 1,7 l Wasser fünf Minuten unter Rühren aufkochen bis sich der Zucker gelöst hat.

Die trockenen Blütendolden mit den in kleine Würfel geschnittene Zitrusfrüchten in eine Glas- oder Porzellanschüssel geben. Die heiße Wasserzuckerlösung hinzugeben und die Zitronensäure. Mit einem sauberen Tuch abdecken und vier Tage an einem dunklen und kühlen Ort stehen lasse, täglich umrühren.

Den Sirup durch ein abgekochtes Passiertuch gießen und in saubere Flaschen füllen, die zuvor ausgekocht wurden. Fertig! Der Sirup hält sich im Kühlschrank sechs Monate, man kann ihn mit Wasser oder Sekt auffüllen.

Und wenn man schon dabei ist, Holunderblütengelee lässt sich auf ganz ähnliche Weise zuzubereiten.

10 Holunderblütendolden, 1 Zitrone, 150 g Gelierzucker (2:1)

Dafür gießt man 250 ml kochendes Wasser in eine Schüssel mit den Holunderblütendolden und lässt das Ganze einen Tag im Kühlschrank ziehen. Darauf achten, dass die Dolden auch vom Wasser bedeckt sind. Am nächsten Tag gießt man das Holunderblütenwasser durch ein Passiertuch, gibt den Zitronensaft und den Gelierzucker hinzu. Aufkochen und fünf Minuten sprudelnd kochen. Wenn das Ganze geliert, kommt das Gelee in sterilisierte Gläser. Das Gelee hält sich gut ein Jahr.

Ausgebackene Holunderblüten

10 Holunderblütendolden mit Stiel, 200 g Mehl, 250 ml Milch, 1 Prise Salz, 2 TL Honig, 1 Ei

Schmalz oder Öl zum Ausbacken

1 TL Zimt, 3 EL Zucker zum Bestreuen

Holunderblüten in eine Schüssel mit Wasser geben, vorsichtig darin bewegen und sehr gut trocknen lassen.

Mehl, Milch, Salz, Honig und Ei zu einem Teig verrühren und 30 Minuten stehen lassen.

Das Fett in einem flachen Topf oder in der Fritteuse auf 180 Grad erhitzen. Es ist heiß genug, wenn kleine Blasen aufsteigen, sobald man einen Holzlöffel hineinsteckt. Vorsichtig, 180 Grad sind sehr, sehr heiß.

Dann die Holunderblütendolden in den Teig tauchen und ausbacken. Das wird einfacher, wenn der Stiel lang genug ist. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit dem Zimtzucker bestreuen.

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Über den Autor

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