Mates & Monsters

Gisèle Vienne und Etienne Bideau-Rey arbeiten nicht nur als Choreografin und Regisseurin, beziehungsweise als Bildender Künstler, sondern eben auch als Puppenspieler. Da war es wohl nur natürlich dies miteinander zu verbinden. Das Stück „Showroomdummies“ deutet bereits im Titel an, dass es im Puppen geht. Schaufensterpuppen würde er übersetzt lauten, aber man darf wohl auch an Mannequins denken. Es geht in Viennes und Bideau-Reys Choreografie aus dem Jahr 2001 um Formen von Weiblichkeit und um Fantasien. Seitdem haben sie ihr Stück mehrfach überarbeitet.

Auf Einladung des Theater Freiburg haben sie zusammen mit Anne Mousselet mit den Kindern und Jugendlichen von School of Life and Dance (SoLD) und ihrem Leiter, dem Tänzer und Choreografen Graham Smith gearbeitet. Entstanden ist eine besondere Version von „Showroomdummies“. Die Tänzerinnen und Tänzer, die zwischen zehn und 14 Jahre alt sind, haben das Stück neu interpretiert. Jetzt heißt es „Mates & Monsters“. Man erkennt einiges aus dem Original wieder. Da wären die ruckartigen Bewegungen und Posen, wie sie Models machen. Das Zurückwerfen der langen Mähnen ist so weiblich, dass es schon wieder stereotypisch ist. Ein bisschen unheimlich ist dabei, dass manche der Darsteller Masken tragen und überhaupt auch Puppen auf den Stuhlreihen sitzen, von denen die Darstellerinnen und Darsteller immer wieder mit eckigen Bewegungen herunterrutschen.

Mates & Monsters, Performance von Anne Mousselet, Etienne Bideau-Rey und Graham Smith, ab 10 Jahren.

Kleines Haus, Theater Freiburg, 22. April, 19 Uhr, 23. April, 18 Uhr, 25. April 19 Uhr.
www.theater.freiburg.de

 

Mehrdad Zaeri zeichnet

Wer seine jüngeren Geschwister am nächsten Freitag gerne beschäftigt weiß oder ihnen vielleicht einfach etwas Gutes tun will: Mehrdad Zaeri zeichnet im Literaturbüro live. Zaeri wurde 1970 in der Partnerstadt von Freiburg Isfahan geboren und floh 1984 mit seiner Familie zuerst in die Türkei, dann nach Deutschland. Die ersten Jahre nach dem Abi verdiente er sich sein Geld als Taxifahrer und zeichnet sich die Nächte durch. Mittlerweile kann er vom Illustrieren und seinen Buchprojekten leben. Zaeri zeichnet auch Graffitis auf Häuser in Mannheim, wo er lebt und live vor Publikum. Sein Stil ist durch den Schwarz-Weiß-Kontrast geprägt und er liebt Muster. Wer sich für die Veranstaltung zu alt fühlt, Mehrdad Zaeri ist auf jeden Fall eine Entdeckung und er macht auch Kalender über kuriose Gedenktage oder Träume.

  1. April, 15.30 Uhr, Wiehrebahnhof, Galerie. Ab 5 Jahren, Reservierung empfohlen, 4 Euro.

www.literaturbuero-freiburg.de

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Über den Autor

Anette Hoffmann ist Journalistin und unterstützt den Jugenblog seit Anfang an.



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