Nach Ostern sinkt der Spargelpreis meist ins Bezahlbare. Gute Zeite für die passenden Rezepte.


Wenn du dich jetzt ein bisschen umschaust, bekommst du guten Spargel für unter 7 Euro das Kilo. Gut umschauen heißt bei Spargel allerdings nicht, Supermärkte zu vergleichen. Die haben zwar auch oft frischen Spargel aus der Region, aber der ist dort mitnichten am billigsten. Für guten frisch gestochen Spargel checkst du lieber erst mal die Markstände. In manchen Ecken der Stadt gibt es auch unerwartete Spargelverkäufer, an der Günterstalstraße kaufst du die leckeren Stangen zum Beispiel am besten am Kiosk. Bei der Menge gilt die Daumenregel „Ein Pfund pro Person“.

Standard für weißen Spargel ist: Schälen, Wasser in einem Spargeltopf oder in einer großen Pfanne aufsetzen, die Schalen ins Wasser werfen und mitkochen lassen, dann rausfischen, in den Biomüll werfen, geschälte Spargelstangen rein ins kochende Wasser, eine Prise Zucker und ein kleines Stückchen Butter dazu. Etwa 20 Minuten kochen lassen. Gabeltest machen: Wenn der Spargel sich auf der Gabel leicht biegt, ist er fertig. Runter von der heißen Platte, dafür einen kleinen Topf mit Sauce Hollondaise drauf, Hitze runterschalten, muss nur warm werden.

Die Sauce Hollondaise kannst du zwar auch selber machen, ist aber aufwendig. Ein Packung aus dem Supermarkt tuts auch. Welche Sorte probierst du am besten selbst aus. Damit’s etwas schicker schmeckt, hack eim bisschen frischen Thymian rein und gib einen Spritzer Zitrone dazu. Fertig.

Als Beilage empfehlen sich festkochende Pellkartoffeln oder selbstgemachte Pfannkuchen (Mehl, Eier und Milch in einer Schüssel verquirlen und immer eine Suppenkelle davon pro Pfannkuchen in die Pfanne geben).

Magst du es lieber kurz und knackig, dann schneid den geschälten Spargel in höchstens daumenlange Stücke, hau ein Stück Butter in die Pfanne und brutzel den Spargel bei mittlerer Hitze. Da es dabei mehr um den Geschmack als ums Garwerden geht, probier einfach zwischendrin immer wieder mal ein Stück und nimm die Pfanne vom Herd, wenn der Sprgel für dich perfekt ist. Nach Geschmack salzen und pfeffern – fertig. Mehr als ein frisch gestoastes Brot braucht es dazu nicht. Du kannst den fertigen Spargel aber auch in eine Schüssel kippen, zwei geschälte Ostereier reinschnippeln und mit Essig abschmecken – zackfertig: Spargelsalat.

Ist du lieber Grünes als Weißes, kauf halt grünen Spargel. Den brauchst du nur unten ein bisschen schälen. Ein lecker Rezept geht so: Ofen auf 220 Grad vorheizen. Nimm sechs Spargelstangen, steck einen Rosmarinzweig und ein Sardellenfilet dazwischen, umwickel das ganze mit einer Scheibe Räucherspeck. Mach so viele von diesen Sträußen, wie du brauchst, um alle satt zu kriegen. Leg sie zusammen mit einer halben Zitrone auf ein Backblech oder in eine Auflaufform, träufel etwas Olivenöl drüber und schiebs in den Ofen, etwa fünf Minuten, bis der Speck knusprig ist. Rausnehmen, ein Stück Butter drauflegen und den Saft der gebackene Zitrone drüber träufeln. Perfekt!

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Über den Autor

Jürgen Reuß ist freier Journalist, nicht nur von Berufs wegen neugierig und hat das Glück, dass ihm Recherchieren Spaß macht.



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