Es gibt mehr als 3.000 Sorten Tomaten, doch in den Supermärkten trifft man immer die gleichen, die blassen und mit wenig Aroma. Jetzt zwischen Winter und Frühling ist es am schlimmsten. Da kann man gleich zu den Dosentomaten gehen. Doch im März ist auch die beste Zeit etwas gegen das öde, rote Einerlei zu tun: selber ziehen!

Die Tomate kommt eigentlich aus Mittel- und Südamerika und gehört zu den Nachtschattengewächsen. Es lohnt sich, sich ein bisschen mit den unterschiedlichen Sorten zu befassen. Nicht nur, weil sie so tolle Namen wie Black Plum, Cherokee Chocolate, Snowberry oder Bolivianische Obsttomaten haben. Sondern auch, weil der spätere Standort über die Sorte entscheidet. Wer nicht viel Platz hat und Tomaten im Sommer in Kübeln auf dem Balkon halten will, sollte auf Sorten zurückgreifen, die nicht so hoch wachsen, wie etwa die gelben Yellow Canary oder die rote Minibel. Lecker sind auch die schmalen Datteltomaten. Wer aber einen Garten hat, kann sich austoben. Es gibt grüne Tomaten, fast schwarze, dunkel gestreifte, doch auch unter den roten gibt es ganz unterschiedliche, sowohl was Form als auch Geschmack angeht.

Natürlich kann man zum nächsten Supermarkt gehen und dort Tomatensamen kaufen. Doch es gibt inzwischen viele Gärtnereien, die sich auf alte Sorten spezialisiert haben. Diese haben kaum Chancen in den Handel zu gelangen, weil die Früchte zu empfindlich für den Transport sind. Wenn sich die Gärtnereien nicht um diese seltenen Sorten kümmern, würden sie bald vom Erdboden verschwinden. In Emmendingen verkauft zum Beispiel die Gärtnerei Samenfest Samen dieser alten Sorten. Der Name ist durchaus Programm, aus dem Samen der Früchte lassen im nächsten Jahr Pflanzen ziehen.

Am einfachsten zieht man Tomaten in Eierbehältern vor. Man schüttet Erde in die kleinen Vertiefungen, am besten Aufzuchterde, wässert sie und setzt jeweils ein Samenkorn hinein. Die Erde darf nicht austrocknen. Dann dauert es nicht lange bis es zu keimen beginnt. Die zweiten Blätter sehen dann schon nach Tomaten aus und riechen auch wie Tomatenpflanzen. Langsam ans Umtopfen denken und die Pflänzchen in kleine Blumentöpfe setzen. Die Tomatenpflanzen mögen Sonne, brauchen aber viel Wasser. Auspflanzen kann man die Tomaten nach den Eisheiligen Mitte Mai, entweder in Pflanztöpfe oder direkt in die Erde. Und dann muss nur noch der Sommer schön werden.

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Über den Autor

Anette Hoffmann ist Journalistin und unterstützt den Jugenblog seit Anfang an.



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