Eine Stadtführung zur Fussballgeschichte Freiburgs – selbst gestaltet.

 

Geschichte ist immer so dröge? Nicht, wenn sie mit der populärsten Sportart der Welt verbunden ist, dem Fußball.

Der hat bekanntlich auch seine Geschichte(n). Und Alice Schwendemann sowie Michael Schmidt vom Jugendhilfswerk wollen sie erzählen – gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Ihr JHW-Projekt richtet sich an alle, die Lust haben, Freiburger Fussballgeschichte so aufbereiten, dass am Ende eine Stadtführung dabei herauskommt – bei der man dann nicht nur etwas über Fussball-, sondern auch ganz allgemein über Stadtgeschichte erfährt. «Gespickt mit spannenden Ereignissen, witzigen Anekdoten und historischem Material,» heißt es auf einem Flyer, der zum Mitmachen einlädt.

Die Konzeptionsphase des Projektes läuft jetzt an. Sie wird bis Ende des Jahres gehen. In dieser Zeit können alle Interessierten Texte und Materialen studieren – zum Beispiel im Archiv des SC Freiburg.

Dort ist vor kurzem ein Pokal wieder aufgetaucht, dessen Herkunft im Moment noch etwas im Dunklen liegt. Hat der SC etwa einmal bei einem Vorbereitungs-Turnier gegen das königliche Real Madrid gewonnen?

Das etwa könnte man untersuchen und in die Führung einbauen, die etwa auch auf den Kanonenplatz führen könnte. Von dort oben sieht man das alte Stadion des SC, aber auch den Platz, wo das neue entstehen wird, hat Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Bundesligisten auf einmal im Blick.  

Neben Büchern und Texte werden auch Ton- und Bildzeugnisse gesichtet – es ist geplant, dass man diese Quellen bei der Führungen dann via App an den einzelnen Stationen abrufen kann. Zudem sollen Interviews mit Veteranen der Freiburger Fussballgeschichte geführt werden, denkbar ist etwa ein Gespräch mit dem früheren Trainer Volker Finke oder ehemaligen Spielern

Steht das Konzept schließlich, wird es Anfang 2018 bei ein, zwei Testführungen ausprobiert: Was funktioniert, was nicht, wo muss noch ergänzt oder verändert werden?

Danach werden die Führungen angeboten. Der SC Freiburg ist Kooperationspartner, genau wie das Fanprojekt Freiburg – das zum Beispiel Fangruppen gastierender Vereine zu diesen Führungen einladen könnte, um den gemeinsamen Austausch zu fördern.

Die Jugendlichen, die das Konzept entwickelten, sollen die Führen auch leiten, gegen ein (kleines) Honorar. So taucht man nicht nur in die Fußball-Geschichte ein und lernt interessante Sachen – sondern auch, wie man sie dem Publikum vermittelt. Eine runde Sache, findet ihr nicht?

Informationen für alle Interessierten: schmidt@jugendhilfswerk.de

Plakat_FankulTOUR

 

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Über den Autor

Mathias Heybrock lebt als Journalist in Freiburg und arbeitet für Zeitungen und Magazin in Deutschland und der Schweiz.



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