Kirschen für Hitler, Trump-TV

 

Ein Zeitzeugen-Gespräch zum Freiburger Alltag in der NS-Zeit sowie weitere Veranstaltungen am Wochenende

Siegfried Neukirch war 13 Jahre alt, als im Sommer des Jahres 1940 ein Mädchen aus seiner Nachbarschaft vor der Tür stand: Ob er nicht mitkommen und Kirschen an die Soldaten verteilen wolle, die gerade durch die Basler Landstraße zogen –  nach dem sogenannten Frankreichfeldzug fand in Freiburg eine Siegesparade der Wehrmacht statt.

Ja, Siegfried wollte, wie sich Neukirch später einmal für die Badische Zeitung erinnerte.

Dann hieß es plötzlich: «Straße frei, Straße frei, der Führer kommt!». Und so kam es, dass der 13-jährige Siegfried Adolf Hitler persönlich einige Kirschen überreichen durfte.

Der heute 86-jährige Neumeier wird von diesem Erlebnis in einem Zeitzeugen-Gespräch erzählen, das im Rahmen der Ausstellung «Freiburg im Nationalsozialismus» im Augustinermuseum stattfindet. Das Gespräch wird sich um den Alltag in Freiburg in der NS-Zeit drehen. Wie hat ein Jugendlicher diese Zeit erlebt, was hat er gesehen und empfunden?  Wie war das Leben in einer Stadt, die wenige Monate nach der Siegesparade begann, ihre jüdischen Mitbewohner zu deportieren?

Das Gespräch mit Neukirch führt die Freiburger Schülerin Zoe Heinzel, die auf das St.-Ursula-Gymnasium geht. Moderiert wird die Veranstaltung von Andreas Meckel.

Am Sonntag, 22.1., um 15 Uhr 30 im Augustinermuseum. Der Eintritt ist für Schüler und Schülerinnen bis 18 Jahren frei. Altere zahlen den reduzierten Eintritt von 5 Euro, der auch zum Besuch der Ausstellung berechtigt.

 

 

Trump-TV

Die Vereidigung und Antrittsrede des neuen US-Präsidenten Donald Trump überträgt das Carl-Schurz-Haus auf die große Leinwand. Anschließend besteht Gelegenheit zum moderierten Gespräch (in englischer Sprache) über die kommende Regierungszeit und die transatlantischen Beziehungen.

Am Freitag, den 20. Januar ab 18 Uhr im Konferenzraum des Instituts in der Eisenbahnstraße 62. Der Eintritt ist frei

 

 

Offene Bühne im Café au lait

Das Freiburger Café au lait startet ins Jahr 2017 mit einem neuen Format, das einmal im Monat aufstrebenden Künstlern eine Bühne geben soll. Alle Künstlersparten sind dabei willkommen: Akrobaten, Jongleure, Zauberer, Musiker, Schriftsteller, Kabarettisten und weitere.

Mit dabei an diesem Freitag: Die Freiburger Jonglierkünstlerin Julia Schmitz. Außerdem gibt es 20 Minuten, in denen Menschen aus dem Publikum ins Rampenlicht dürfen.

„Varieté im Café au lait“: Freitag, 20. Januar, ab 20 Uhr in der Brombergstraße 33. Eintritt: Pay After

 

 

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Über den Autor

Mathias Heybrock lebt als Journalist in Freiburg und arbeitet für Zeitungen und Magazin in Deutschland und der Schweiz.



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