Wir sind die Neuen (Teil Zwei)

Andrew Puzder, zukünftiger US-Arbeitsminister

Vor Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump am 20. Januar stellen wir in einer kleinen Serie wichtige Mitglieder seiner zukünftigen Regierung vor. Heute: Andrew Puzder.

Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a7/Andrew_Puzder_by_Gage_Skidmore_%28cropped%29.jpg

Der zukünftige Arbeitsminister Andrew Puzder gehört zu den Mitgliedern von Donald Trumps Kabinett, die es zu dem reichsten machen, das es bislang in den USA gab. Um die 14 Milliarden Dollar sollen die nominierten Minister insgesamt besitzen. Zuerst sah es noch nicht einmal danach aus, als ob der 66-jährige mehrfache Millionär Andrew Puzder ein erfolgreicher Geschäftsmann werden sollte. Laut Wikipedia wollte er Rockmusiker werden und schmiss 1970 erst einmal die Uni. Dann jedoch machte er einen Abschluss in Geschichte und 1978 wurde er zum Doktor der Rechtswissenschaft promoviert. Im Anschluss arbeitete er als Anwalt.

Andrew Puzder ist Präsident und Geschäftsführer des Fast Food-Unternehmens CKE. Die Firma verkauft Burger. Sie hat 75.000 Beschäftigte in den USA und weitere 100.000 weltweit. Viele der Arbeitnehmer sind im Niedriglohnbereich beschäftigt. Der Manager Puzder hat sich gegen die Erhöhung des Mindestlohnes von 7,25 auf 15 Dollar (14,24 Euro), wie es von manchen Staaten befürwortet wird, ausgesprochen. Auch ist er dagegen, dass Arbeiter für Überstunden bezahlt werden. Puzder will, dass der Staat sich so wenig wie möglich in die Führung von Unternehmen einmischt.

Vor sieben Jahren veröffentlichte er als Co-Autor ein Buch mit dem Titel „Jobs schaffen. Wie es wirklich funktioniert und warum Regierungen dies nicht verstehen“.  Der Sender National Public Radio zitiert die Begründung von Donald Trump für Andrew Puzder so: „Andy wird dafür kämpfen, dass Amerikas Arbeiter sicherer und wohlhabender werden, indem er den Arbeitsschutz stärkt und dafür Gewähr leistet, dass sie ihre Leistungen bekommen. Und er wird kleine Geschäfte von den erdrückenden Beschränkungen unnützer Regulierungen befreien, die nur das Jobwachstum hemmen und die Löhne niedrig halten“.

Kritiker hingegen befürchten, dass Andrew Puzder als Arbeitsminister einiges von dem zurücknehmen wird, was gerade einfachen Arbeitern zuletzt das Leben erleichterte wie etwa eine staatliche Krankenversicherung. Andrew Pudzer gehört nicht nur zu jenen Kabinettsmitgliedern, die über keine politische Erfahrung verfügen, mit ihm bricht Donald Trump auch mit einem ungeschriebenen Gesetz. Es besagt, dass unter Demokraten keine Gewerkschaftsführer Arbeitsminister werden und unter Republikanern keine Chefs von Unternehmen. Es soll Interessenskonflikte verhindern.

Andrew Puzder unterstützte Donald Trump schon früh bei seinem Bestreben, US-Präsident zu werden. Er sammelte für die Kampagne des republikanischen Bewerbers Geld. Er und seine Frau spendeten allein 332.000 Dollar.

Wenn du mehr über die Mitglieder der zukünftigen Regierung unter Donald Trump erfahren willst, geht es hier weiter zu Teil Eins unserer Reihe.

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Über den Autor

Anette Hoffmann ist Journalistin und unterstützt den Jugenblog seit Anfang an.



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