Drei, zwei, eins, null!

Silvestergeheimtipps erweisen sich spätestens um 23.55 Uhr als nicht allzu geheim. Nämlich dann, wenn man den ersten Blindgängern unter den Silvesterraketen ausweichen muss, lauwarmer Sekt sich über die Jacke ergießt und von links jemand mit Wunderkerzen ins Gesichtsfeld wedelt. Der letzte Tag im Jahr ist nichts für Menschen, die gerne auf Überraschungen verzichten. Da liegen sich schon mal Zufallsbekanntschaften in den Armen, spätestens wenn um Mitternacht die Glocken vom Münster zu hören sind. Wer all das nicht will, hätte sich bereits vor Monaten in einer Schwarzwaldhütte einmieten müssen.

Der Kanonenplatz auf dem Schlossberg, die blaue Brücke und das Wasserschlössle in der Wiehre sind also alles andere als Geheimtipps, sondern sichere Nummern, wenn man das Feuerwerk gut sehen will und zusammen mit Freunden und bislang Unbekannten das neue Jahr feiern will.

Beim Kanonenplatz kann es passieren, dass man ihn nicht einmal erreicht. Spätestens um 23.30 Uhr ist der Weg nach oben gestopft voll und die ersten üben schon fürs Feuerwerk. Macht man ja nicht täglich. Ist man zu spät, muss man sich ein bisschen in Acht nehmen vor den Raketen von oben – aber das führt zu spontanen Solidarisierungen von denen unten gegen die da oben. Nicht zu empfehlen bei überfrierendem Regen, dann kann man wirklich in das neue Jahr hineinrutschen.

Die blaue Brücke geht immer. Mit dem Blick auf den Hauptbahnhof kann man sich ein bisschen in die Ferne sehnen und ist doch mitten drin. Ein schöner Ort, um mit Freunden zu feiern und diejenigen zu bewundern, die vielleicht nicht mehr ganz so nüchtern die blaue Brücke erklimmen. Oder es selbst zu wagen, schließlich ist das Jahr noch jung.

Am romantischsten ist es beim Wasserschlössle. So eine schöne Fassade hat sonst kein Wasserhochbehälter. Da ist nicht nur der kurze Sparziergang durch den Wald, sondern auch der Blick auf die Stadt ist hier einfach toll.

Und jetzt aber tanzen gehen!

Wir vom Jugendblog wünschen allen einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr!

Erzählt uns doch, wie und wo habt ihr Silvester gefeiert, wo waren die tollsten Partys.

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Über den Autor

Anette Hoffmann ist Journalistin und unterstützt den Jugenblog seit Anfang an.



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