Familienfrei

Weihnachten ist rum, die Geschenke verstaut, die vegetarischen oder carnivorischen Braten verschlungen. Noch können keine Böller besorgt werden. Zwei Tipps für’s Essen im Zimmer, bei und mit wem auch immer:

Guacamole

Den besten Dip für Tortilla Chips oder Cracker machst du dir selbst – einfacher geht es kaum.

Das brauchst du: 1 Avocado pro Person, 1 Limette oder Zitrone, Chilipulver oder süßen Paprika, Salz und Pfeffer.

Das musst du tun: die Avocado längs halbieren, den Kern* entfernen, mit einem Teelöffel die Avocado in kleinen Portionen herauslöffeln. In einem Nudelteller auffangen. Sofort Limetten-/Zitronensaft darüberträufeln, das bewahrt die grüne Farbe. Vorsicht mit der Dosis, denn es wird schnell zu sauer. Ein Teelöffel pro Avocado reicht normalerweise. Die Stücke mit einer Gabel im Teller zermanschen. Salzen, Pfeffern und scharfes oder süßes Pulver dazu rühren. Das war’s.

Natürlich gibt es Varianten:

Öl zu Öl: gib einen Schuss Olivenöl oder Tahin (Sesampaste) dazu.

Plus Frucht: rühre pro Avocado eine halbe kleine Tomate, in Würfel geschnitten darunter. In der Wintervariante eine Scheibe Mango, am besten püriert.

Plus Kräuter: Petersilie, wahlweise Koriander oder Minze eignen sich gut. Aber bitte feingehackt! (Das gibt es schon fixfertig im Tiefkühlpäckchen.)

Gurkensandwiches

Das brauchst du: eine Packung Toastbrot (das weiße, am besten amerikanisches Format). 1 Packung Frischkäse oder 1 Tube Remoulade. 1 Schlangengurke.

Das musst du tun: die Gurken schälen und in dünne Scheiben schneiden. Toast mit Frischkäse oder Remoulade bestreichen, jeweils einen Doppeltoast gut mit Gurkenscheiben belegen und jedes Doppeltoast diagonal halbieren. In Dosen oder in Alu verpackt im Kühlschrank lagern (mindestens 1 Stunde) und dann verspeisen.

Eigentlich ein Sommersnack und deshalb jetzt besonders lecker!

*Avocadokerne waren in einer früheren Zeit, als Avocados noch seltener auf den Tisch kamen als heute, ziemlich begehrt für die Aufzucht von kleinen Bäumchen, die in schlampigen WG-Küchenecken ein trostloses Dasein fristeten: giraffig nach oben gestreckt, ein dünner, nackter Stamm mit ein paar traurigen Blättern ganz oben an der Spitze. Ab einer bestimmten Größe tat sich nichts mehr. Irgendwann stellte sie jemand auf die Straße, wo sie vertrockneten oder erfroren. Einer von diesen Typen, die sich mit allen auskennen, erklärte mir mal, dass sie sehr hübsch verästelt und beblättert sein können, wenn man sie von klein an richtig schneidet. Wenn es euch interessiert, mache ich mal schlau, wie das geht. Aber nur dann!!!

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Über den Autor

Birgit Heidtke arbeitet als Autorin und Historikerin in Freiburg. Sie organisiert Veranstaltungen, produziert Texte, Stadtrundgänge und viele andere Sachen.



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