Was wippt denn da?

Winter ist Mützenzeit. Irgendwann sah man sie überall: Strickmützen mit Fellbommeln. Eigentlich Unsinn, schließlich wird eine Mütze dadurch ja nicht wärmer. Zudem ist da noch das Problem: was wippt da eigentlich? Kunstfell behaupten manche Etiketten und führten in die Irre. Manchmal ist es dann eben doch echtes Fell und das kommt aus Farmen, in denen die Tiere, nicht selten sind es Marderhunde, alles andere als artgerecht gehalten werden.


Was also tun, schließlich ist so ein Pompon der eigentliche Witz an einer Mütze. Bommel kann man eigentlich ziemlich leicht und ohne großen Aufwand selbst machen. Man braucht dafür nicht mehr als Pappe für eine Schablone und Wollreste. Zuerst muss man zwei kreisförmige Schablonen zuschneiden, für die Form kann man gut ein Wasserglas nehmen. Und diese dann mittig mit einem kleinen Kreis und einem Schlitz versehen. Damit man gleich einen Faden zum Befestigen hat, legt man ein Stück Faden zwischen die beiden Schablonen. Jetzt muss vor allem gewickelt werden. Je mehr man wickelt, desto dicker wird nachher der Bommel. Bevor man ihn aufschneidet, muss man das Ganze mit dem Faden sichern, den man zwischen die Schablonen gelegt hat. Den Knoten am besten nachher noch einmal fester anziehen. Dann kann man die Schere zwischen die beiden Schablonen führen und das Garn aufschneiden. Ist man durch, muss man nur noch die Pappe entfernen, den Knoten anziehen und den Pompon etwas zurechtschneiden.

Kleinere Bommel kann man nach dem gleichen Prinzip sogar ohne Schablone machen. Einfach einen Faden durch die Zinke einer Gabel nach hinten führen und dann das Garn um alle Zinken der Gabel wickeln. Hat man die Dicke erreicht, die man haben möchte, einfach mit dem Faden das gewickelte Garn in der Mitte festknoten und die Wolle jeweils auf der Seite aufschneiden und falls nötig etwas begradigen. Man kann mehrere Pompons an eine Mütze nähen oder sie als Lesezeichen verwenden. Sie fühlen sich jedenfalls einfach gut an.

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Über den Autor

Anette Hoffmann ist Journalistin und unterstützt den Jugenblog seit Anfang an.



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