Fußball und Rassismus / Selbstgeschriebenes in Haslach

Bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm schoss der begnadete Stürmer und Nationalspieler Julius Hirsch in einem Spiel gegen Russland zehn Tore – ein Rekord, den bis heute niemand eingestellt hat. 1943 wurde er in Auschwitz ermordet. Wenn Rassisten an der Macht sind, zerstören sie sehr viel, auch den Fußball. Der verdankte seinen Erfolg vor der Naziherrschaft auch zu großen Teilen Spielern jüdischen Glaubens. Was ist aus ihenen geworden? Wie ging es nach dem Krieg weiter? Noch bis nächsten Donnerstag könnt ihr euch dazu in der Volkshochschule (Friedrichstraße 52) die Ausstellung „Kicker, Kämpfer, Legenden – Juden im Deutschen Fußball“ anschauen.

Rassismus und Judenfeindlichkeit ist noch immer aktuell. Schon seit längerem werden in vielen Stadien wieder Naziparolen und Hassgesänge gegen Ausländer, Schwarze oder Juden gebrüllt. Im Rahmen der Thementage „Fußball und Antisemitismus“ lädt das Fanprojekt Freiburg deshalb heute um 19.30 Uhr in die Schwarzwaldstr. 171a zum Filmabend „Gefahr von Rechtsaußen – Neonazis Fußball“. Der Autor des Film, SWR-Reporter Stefan Keber, ist anwesend und steht euch für Gespräche zur Verfügung. Eintritt ist frei.

Schreibt ihr gern selbst was? Kleine Geschichten, Gedichte, sonst was? Oder hört ihr gern zu, wenn andere vortragen, was sie selbst geschrieben haben? Eine lockere Möglichkeit zum Vortragen oder Zuhören findet ihr heute Abend um 18.30 Uhr in „Elkes Hinterhof“, Uffhauserstr. 4 in Haslach. Da findet heute unter dem Titel „Freitext“ eine offene Bühne für alle statt, die Selbstgemachtes in der Literatur spannend finden. Was ihr lest, ist egal, es darf nur nicht länger als 5-10 Minuten dauern.

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Über den Autor

Jürgen Reuß ist freier Journalist, nicht nur von Berufs wegen neugierig und hat das Glück, dass ihm Recherchieren Spaß macht.



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