Veranstaltung: Kulturpflanzen und Migration

Kartoffelsuppe, Bratkartoffeln, Salzkartoffeln, Pellkartoffeln mit Quark, Kartoffelsalat: Die Kartoffel war lange Zeit unser wichtigstes Nahrungsmittel – in den 1950er und 60er-Jahren kam sie nahezu jeden Tag auf den Tisch.

So urdeutsch scheint die Kartoffel zu sein, dass man fast vergessen könnte, dass sie ursprünglich aus Lateinamerika stammt. Von dort haben Auswanderer sie mitgebracht. Auch für viele andere Obst-, Gemüse- und Getreidesorten gilt, dass sie zu uns eingewandert sind.

Woher die Nahrungsmittel kommen, die wir täglich essen – darüber gibt es in der Ökostation am Seepark noch bis zum Sonntag die Ausstellung «Kulturpflanzen und Migration». Die Ausstellung zeigt, wie durch die Wanderungsbewegungen des Menschen unsere heutige Vielfalt von Kulturpflanzen entstand. Für solche Auswanderungsbewegungen wird häufig das Wort «Migration» gebraucht, das aus dem Lateinischen stammt und «(Aus)-Wanderung, Umzug» bedeutet.

Um 15 Uhr gibt es eine Führung durch die Ausstellung. Der besondere Clou am Sonntag ist jedoch: Es wird ein Buffet aufgebaut, zu dem Migrantinnen und Migranten, die in Freiburg leben, die Speisen beitragen werden. Sie stellen dabei Zutaten aus ihren (alten) Heimatländern vor, die im Moment bei uns noch eher unbekannt sind – in Zukunft aber vielleicht auch unsere Speisepläne bereichern.

Die Ausstellung in der Ökostation ist an diesem Freitag zwischen 9 und 17 Uhr zu sehen (zwischen 13 und 14 Uhr ist dabei Mittagspause) und am Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Über den Autor

Mathias Heybrock lebt als Journalist in Freiburg und arbeitet für Zeitungen und Magazin in Deutschland und der Schweiz.



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