Plastiktüten sind einfach praktisch: Man geht in einen Laden, kauft etwas – und bekommt eine Tasche, um es nach Hause zu transportieren.

 

Allerdings verwendet man diese Tüte dann nur ungefähr 25 Minuten, beim nächsten Mal kriegt man ja eine neue. Jeder Bundesbürger verbraucht deshalb 76 Plastiktüten im Jahr. Allein in Deutschland ergibt das die stolze Gesamtsumme von 6 Milliarden.

Die Zahlen stammen von der Freiburger Abfallwirtschaft (ASF). Sie hat die Ausstellung „Plastiktüte? Nein, danke!“ initiiert, die in Freiburg in der Stadtbibliothek zu sehen ist.

 

Im Untergeschoss der Bibliothek stehen 14 Tafeln zwischen den Büchern. Auf ihnen sind knackig und klar verständlich Fakten zur Plastiktüte formuliert. Etwa zur Herstellung, die eigentlich ganz umweltverträglich ist – Papier- und Stofftüten schneiden da keinesfalls besser ab.

 

Ein Problem ist jedoch, dass nach dem Gebrauch der Tüte sehr viel Plastikmüll in die Umwelt gelangt – trotz unseres hochentwickelten Abfall- und Recyclingsystems. Und es dauert Jahrzehnte, bis sich dieser Müll zersetzt. Zuvor werden kleinste Partikel dieses Mülls von Tieren aufgenommen. Sie gelangen auf diesem Weg auch in die Nahrung der Menschen.

 

Die Ausstellung wirbt dafür, den Verbrauch an Mülltüten zu reduzieren. Bis 2025, so eine Vorgabe des Bundesumweltministeriums, sollen in Deutschland nur noch 40 Tüten pro Jahr und Person verbraucht werden. Zu der Frage, wie und was man selbst dazu beitragen kann, gibt es in der Stadtbibliothek Informationen.

 

Die Ausstellung ist noch bis kommenden Donnerstag zu sehen, der Eintritt ist frei. Die Stadtbibliothek ist am Samstag von 10 bis 14 Uhr und von Dienstag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr offen. Sonntag und Montag ist sie geschlossen.

 

Fragen: Was haltet ihr von der Ausstellung? Ist sie informativ, ausgewogen? Wie findet ihr es, dass man in den Geschäften jetzt 10 bis 20 Cent für eine Tüte zahlen muss, um über den Preis zur Mehrfachverwendung anzuregen?

 

 

 

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Über den Autor

Mathias Heybrock lebt als Journalist in Freiburg und arbeitet für Zeitungen und Magazin in Deutschland und der Schweiz.



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